#6 Du trinkst nicht genug Wasser!

Nu aber, geballte Ladung. Da ich mich diese Nacht für 1 Woche nach Warschau verabschiede, schiebe ich gleich noch einen weiteren Artikel hinterher.

Nummer 6 auf unserer Liste:

Getränke

Die großartige Frage „Wieviel sollen wir trinken?“ ist immer wieder heißbeliebt. Ich möchte mich bei meiner Antwort auf die Untersuchungen von unserem Vollwertpapst Dr. Max-Otto Bruker beziehen.

Dr. Bruker sagt:

  • Hunger bestimmt die Essensmenge. Durst bestimmt die Trinkmenge.
  • Diese Vorgänge sind durch den Instinkt geregelt, d.h. es sollte nur so viel getrunken werden, wie Durst vorhanden ist.
  • Über das Durstgefühl zeigt uns der Körper wann und wie viel Flüssigkeit wir brauchen.
  • Erhöhten Bedarf haben wir z.B. bei Sport, langen Gesprächen, an besonders heißen Tagen oder nach dem Verzehr zuckerhaltiger und salzhaltiger Speisen.
  • Den Durst können wir nur mit sog. „echten“ Getränken stillen, also Getränken, die keine Nährstoffe enthalten. Die beiden einzigen echten, leeren Getränke sind Wasser und ungesüßte Tees (keine Arzneitees!).
  • Unsere Nahrung besteht zu 80% aus Flüssigkeit. Bei üblicher Ernährung nehmen wir so bereits 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu uns.
  • Noch oft hört man den Rat, täglich 2-3 Liter zu trinken. Waren unsere Großeltern schon auf solche Ratschläge angewiesen? Welchen Einfluss nimmt wohl die Wasser-Industrie darauf, die ganz nebenbei immer neue Getränkevarianten entwickelt?
  • Dr. Max-Otto Bruker belegte in jahrzehntelanger Praxis, dass übermäßiges Trinken organische Probleme hervorruft. Auch Nierensteine können nicht durch Trinken verhütet werden.
  • Die übermäßige Flüssigkeitszufuhr stellt eine übermäßige Belastung für den Organismus dar (Resorption im Darm, Transport durch die Gefäße, Ausscheidung durch die Nieren).
  • Vor zu vielem Essen wird gewarnt, aber zu viel Trinken wird empfohlen. Da stimmt was nicht!

Milch ist kein Getränk!

  • Die Milch enthält Nähr- und Vitalstoffe und ist damit kein „leeres“ Getränk zur Durststillung, sondern ein flüssiges Nahrungsmittel.
  • Sie ist von Natur aus lediglich als Überbrückungsnahrungsmittel gedacht – menschliche Muttermilch für den menschlichen Säugling, Kuhmilch für das Kalb.
  • Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die die Milch von anderen Tieren klauen und auch noch nach dem Abstillen verzehren.
  • Vom Ursprung haben wir uns weit entfernt. Inzwischen haben wir uns an industriell verarbeitete Milchsorten gewöhnt. Diese enthalten nur noch wenige brauchbare Vitalstoffe und wirken im Gegenteil nachteilig auf unseren Organismus.

Säfte

  • Auch Obstsäfte sind keine Durstlöscher, sondern flüssige Teilnahrungsmittel.
  • Während in einem ganzen Apfel noch alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind, befindet sich im Saft nur noch ein Teil der löslichen Vitamine.
  • Säfte stören in vielen Fällen die Verträglichkeit von Vollkornbrot und Frischkost.
  • Selbstverständlich kann der gesunde Mensch bei festlichen Gelegenheiten z.B. Obstsäfte trinken. Hier wird der Saft nicht als Nahrungsmittel, sondern als Genussmittel getrunken.

Limonaden / Brausen

  • Sie werden aus Wasser, Zucker und synthetischen Stoffen hergestellt, z.B. Saccharin, künstliche Aromen, naturidentische Aromen, Genusssäuren, künstliche und natürliche Farbstoffe, Coffein, Chinin.
  • Diese Getränke löschen nicht den Durst, sondern verstärken ihn noch.
  • Besonders bei Kindern und Jugendlichen sind sie beliebt. Der Verbrauch steigt stetig an.
  • Wegen ihres hohen Zuckergehaltes tragen sie einen wesentlichen Teil zur Entstehung von ernährungsbedingten Krankheiten bei.

Genussmittel

  • Bier, Wein, Bohnenkaffee und schwarzer Tee zählt man zu den Genussmitteln. Ihr Schaden beginnt da, wo der Genuss zur Abhängigkeit führt. Zum Löschen von Durst sind sie nicht geeignet.

Kaffee

  • Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Er verdrängt Mineralwasser und Bier auf Platz 2 und 3.
  • Das im Kaffee (und auch im schwarzen Tee) enthaltene Coffein erregt das Vasomotoren- und Atemzentrum, aktiviert den Kreislauf, verbessert die Stoffwechselverhältnisse und fördert die Tätigkeit der Großhirnrinde.
  • Allerdings wird die Präzision und Koordination bei geistigen Leistungen beeinträchtigt.
  • Die motorischen und sensorischen Reflexabläufe werden beschleunigt.
  • Die Senkung der sensorischen und vegetativen Reizschwelle führt zu einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit.
  • Bei gestörtem vegetativem Gleichgewicht werden nur nachteilige Wirkungen beobachtet. Scheinbar positive Faktoren wirken sich daher beim Kranken gegenteilig aus.
  • Bei Magen-, Leber-, Gallen- und Darmkranken kann Kaffee Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen. Es kommt zu erhöhter Sekretion des Magens und so zu Sodbrennen, Völlegefühl und Übelkeit, bis hin zur Diarrhoe (Durchfälle) und Koliken an den Gallenwegen.
  • Kaffee bewirkt nur eine scheinbare Steigerung der Leistungsfähigkeit. Der stimulierende und euphorisierende Effekt ist eine kurzandauernde Erstwirkung, die im Organismus nach kurzer Zeit eine Gegenregulation auslöst, die genau das Gegenteil bewirkt.
  • Der vasoaktive Stoff des Coffeins erzeugt eine Unruhe in der Kreislaufregulierung. Gerade für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist der Kaffee somit ungeeignet.
  • Durch die anregende Wirkung täuscht Kaffee eine Mehrleistung vor. Die Zahl der Menschen ist groß, die angeben, dass sie ohne Kaffee ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen könnten. Hier liegt das Bedenkliche des Kaffees in seiner abhängigkeitserzeugenden Wirkung.
  • Wie bei jedem Genussmittel besteht auch beim Kaffee die Gefahr einer Sucht. Es können körperliche Entzugssymptome (z.B. starke Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Zittern) beobachtet werden.

Alkohol

  • Alkohol (genauer: Äthylalkohol oder Äthanol) ist eine Droge.
  • Anfang der 2000er wurden 4,4 Mio. Alkoholkranke gezählt (davon 10% Jugendliche).
  • Rund 42.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums.
  • Bei täglichem Konsum können bereits 0,5 Liter Bier oder 0,6 Liter Wein körperliche Schäden wie chronische Magenentzündung oder Leberzirrhose hervorrufen. Erkrankungen des Nervensystems, Funktionsstörungen des Verdauungssystems, Schädigung der Nieren, der Keimdrüsen und des Herzmuskels, nachhaltige Zellvernichtung im Großhirn, Gicht, Fettleibigkeit sowie Krebs sind weitere mögliche Folgen.
  • Nicht zu vergessen die schweren psychischen und sozialen Probleme, die entstehen können.
  • Chemiekrieg im Weinberg – Kunstdünger und Pestizide werden in Massen wie bei kaum einer anderen Feldfrucht eingesetzt. Höhepunkt ist die illegale Panscherei mit Flüssigzucker.
  • Gegen den gelegentlichen Verzehr bei geselligen Anlässen (Wein, Bier) ist für den gesunden Menschen nichts einzuwenden. Von harten Getränken ist vor allem aufgrund der erhöhten Suchtgefahr abzuraten.

3 Antwort auf #6 Du trinkst nicht genug Wasser!

  1. Tanja sagt:

    Hallo Antje!
    Zum Thema trinken würde ich gerne etwas los werden.
    Die Trinkmenge nach dem Durstgefühl zu richten, finde ich sehr gefährlich! Ich selber habe kaum Durstgefühl und wenn ich nur trinke, wenn ich Durst habe, reicht die Menge bei weitem nicht aus. Zwei Tage später habe ich wahnsinnige Kopfschmerzen, konzentrieren fällt mir schwer und meine Motorik ist eingeschränkt.
    Ich bin Krankenschwester. Ich kann die Patienten nicht mehr zählen, die jedes Jahr eingeliefert werden mit plötzlich aufgetretener Bewusstseinseintrübung und/oder sie sind plötzlich desorientiert, usw.
    Wenn man diesen Patienten dann Flüssigkeit zukommen lässt, klaren sie meist sehr schnell wieder auf. Sie haben „vergessen“ zu trinken, aufgrund mangelndem Durstgefühls.
    Ich kann diese Aussage leider gar nicht nachvollziehen 🙁
    Liebe Grüße, Tanja

    • Antje Brand sagt:

      Liebe Tanja,
      danke für Deine Antwort und den Einwand. Das sehe ich absolut genauso wie Du! Ganz viele Menschen haben ihren Instikt verloren bzw. nehmen ihn nicht mehr wahr. Wichtig wäre es, genau daran zu arbeiten. Inkl. der Umstellung auf eine vitalstoffreiche Vollwertkost. Rohes Gemüse und Obst besteht zu gut 80% aus Wasser. Auch hierüber können wir unseren Wasserhaushalt ausgleichen. In der Übergangsphase ist es natürlich absolut wichtig, sich beim Trinken erstmal zu kontrollieren. Bis es immer bewusster gelingt und zur Routine wird und der Instinkt wieder wirkt. Mit dem Essen ist es ja nicht anders. Eigentlich regelt unser Hungergefühl die Menge. Aber wer in unserer Überflussgesellschaft kennt denn überhaupt noch ein echtes Hungergefühl? Auch das müsste erstmal wieder antrainiert werden. Dran bleiben und immer wieder sein eigenes Bewusstsein schärfen.
      Lieben Gruß
      Antje

  2. Tanja sagt:

    Ja, das ist wahr. Ich werde daran arbeiten! Danke für die Antwort!

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